Geocaching mit Hund: Viel Spaß und unsere Tipps was es zu beachten gilt

Bald ist es wieder soweit: Die wärmeren Temperaturen des Frühlings locken uns und unsere pelzigen Begleiter wieder auf Abenteuer-Jagd in der freien Natur. Geocaching liegt hierbei auch beim Urlaub mit Hund voll im Trend. Doch was ist es und was gibt es dabei im Rudel zu beachten?

Seit dem Aufkommen von bezahlbaren GPS Geräten in den 2000ern ist Geocaching weltweit stark auf dem Vormarsch. Auch die Integration von GPS-Empfängern in nahezu allen Smartphones macht das Geocaching mittlerweile zu einer beliebten Aktivität für Jedermann.

Doch was ist Geocaching?

Kurz gesagt ist Geocaching eine moderne Art der Schnitzeljagd. Nur folgt man hierbei keinen Schnitzeln, sondern GPS Koordinaten an deren Ort sich kleine Dosen oder teilweise auch richtige Schatztruhen befinden. Man sucht diese Dosen aber nicht, um sich zu bereichern; beim Geocaching geht es um die Suche selbst. Es findet eine Art Tauschgeschäft statt und so findet man in den Dosen eher kleine Figuren z.B. aus Überraschungseiern, die man grundsätzlich gerne gegen eigene mitgebrachte Kleinigkeiten tauschen kann.
Viel wichtiger ist jedoch, wie bereits erwähnt, das Suchen und Finden selbst, denn in jedem Geocache befindet sich stets ein Logbuch, in dem man seinen Besuch mit Datum vermerken kann.

Gesteuert wird das Geocaching über die weltweite Plattform geocaching.com. Hier kann man sich kostenlos einen Account erstellen und erhält Einblick auf weltweit Millionen versteckte Geocaches. Auf der Webseite kann man seinen Ausflug also bereits planen.
Anschließend ist es empfehlenswert sich die entsprechende Handy-App (Android / iOS) zu installieren um mit der Suche zu beginnen.

Wo findet man Geocaches?

Ganz einfach überall. Wenn man die Karte von geocaching.com erblickt, ist man stets erstaunt wie unglaublich viele Geocaches selbst in den entlegensten Orten der Welt versteckt sind. Wenn man in einer Kleinstadt wohnt, ist es wahrscheinlich, dass alleine zwischen dem zu Hause und dem nächsten Hundefriseur bereits ein paar Dosen naheliegend sind.
Jeder angemeldete Benutzer kann auch seine eigenen Dosen verstecken und auf der Webseite registrieren. Beim Verstecken zeigt sich die Community ausgesprochen kreativ, denn natürlich soll niemand zufällig auf eine Dose stoßen, der nicht weiß worum es sich dabei handelt (deshalb ist zur Sicherheit meistens noch ein entsprechender Aufkleber angebracht).
Obwohl man dank GPS zwar auf weniger Meter genau weiß wo man suchen muss, so kann dies jedoch hin und wieder noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Manche Verstecke sind leicht zu erkennen, wie beispielsweise Baumhöhlen oder verwinkelte Ecken in einer Bushaltestelle. Doch manchmal handelt es sich auch um magnetische Caches,die an jeder Metalloberfläche versteckt sein könnten oder man muss erstmal den Deckel von einem Zaunpfahl entfernen. Und manchmal sind es auch komplett hierfür eingebohrte Steine oder künstliche Baumpilze - hier sind der Kreativität manchmal keine Grenzen gesetzt, was die Suche zu so einem unglaublichen Spaß für die ganze Familie im Urlaub mit Hund macht.

Unsere Tipps fürs Geocaching mit Hund

Da Geocaching in der Natur stattfindet, kann man dies natürlich ausgezeichnet mit einem Spaziergang mit Hand kombinieren. Hier ein paar Tipps von uns, damit Sie und ihr Hund bei der Schatzsuche im Hundeurlaub den ultimativen Spaß rausholen können.

Die richtige Umgebung
Geocaches findet man überall, jedoch sind manche Orte besser für einen Hundeausflug geeignet. Viele Caches befinden sich natürlich direkt in Städten, was je nach Größe der Stadt auch zum Nachteil werden kann. Wie in allen Lebenssituationen muss man auf sein Umfeld achten und so bieten sich beispielsweise keine Geocaches an, die sich direkt an einer Straße oder in einem hochfrequentierten Bereich liegen.
Suchen Sie sich stattdessen also eher etwas entlegendere Geocaches aus, wie beispielsweise an einem Feld oder in einem Wald. Hier ist die Umgebung für sie und ihr Rudel in der Regel ruhiger und sicherer. 

Planen Sie Ihren Ausflug im Urlaub mit Hund
Dank der Geocaching Karte können sie ihren Ausflug mit Hund wunderbar planen - auch die Apps haben hierfür Funktionen bereitgestellt. Anstatt im Zick-Zack durch das Gelände zu jagen, sollten sie die Route vorher genau festlegen. So können sie bereits vorab die bevorstehende Strecke errechnen (lassen) und müssen nicht auf halben Weg wieder umkehren, weil sie die Strecke unterschätzt haben. Gerade im Bezug auf das Alter ihres Hundes und weitere Begleiter ist dies durchaus zu beachten.

Den Hund im Zweifelsfall anleinen
Je nachdem, wohin Sie die Schatzsuche verschlägt, sollten sie im Urlaubsort prüfen, ob eine Leinenpflicht besteht. Je nach Bundesland und gerade in Wäldern ist die Information rund um die Leinenpflicht unerlässlich.
Schätzen Sie hierbei auch ein, wie ihr Hund auf Wildtiere wie Rehe oder Hasen reagieren könnte. Sie wollen ja schließlich Geocaches suchen - nicht, dass ihr Hund plötzlich auf eine andere Jagd geht;-)
Manche Geocaches sind auch in alten Hasen- oder Baumhöhlen versteckt. Dort könnten mittlerweile auch andere Tiere wohnen - die Bewohner eines Hornissennestes wären bestimmt nicht über unerwarteten Besuch erfreut.
Überprüfen sie gerade an den Zielkoordinaten, ob die Umgebung sicher für Sie und ihren Hund ist. Danach kann die Detailsuche beginnen!

Wetter und Terrain
Wie bei jedem anderen Ausflug, ist es empfehlenswert einen Blick auf die bevorstehenden Wetterverhältnisse zu werfen, um nicht unangenehm überrascht zu werden. Überschätzen Sie hierbei auch niemals die sehr heißen Tage, welche für Hunde eine besondere Belastung darstellen.
Noch wichtiger ist es auch, dass Terrain im Vorfeld zu prüfen. Jeder Geocache wird hierzu auch von dem Versteckenden in seiner Umgebung-Schwierigkeit bewertet. Je nach Agilität ihres Hundes, solllten Unwägbarkeiten, wie beispielsweise Sümpfe vermieden werden.
Manche Geocaches befinden sich sogar auf Bäumen oder unter Wasser in Schiffswracks. Dies erkennen Sie an der entsprechenden Benennung und Bewertung des Caches, die sie unbedingt beachten sollten.
Eine beliebte Form von Geocaches sind auch sogenannte "Lost Place Caches". Diese führen den Suchenden beispielsweise zu verlassenen Hütten, Hotels oder Krankenhäusern. Diese Caches haben eine ganz besondere Spannung und Anziehungskraft, sie sind aber sowohl für Menschen als auch Tiere etwas gefährlicher. Manche Gebäude sind einsturzgefährdet oder es liegen scharfkantige Backsteine herum. Alte Holzplanken mit Nägeln sind ebenfalls häufig anzutreffen. Wenn es sich also um ungewartete Konstruktionen handelt, ist hiervon im Rudel auf jeden Fall Abstand zu nehmen. 
Beim Geocachen gilt stets: Bringt niemals euer eigenes Leben, das Eures Hundes oder anderer in Gefahr! Es ist nur ein Spiel!

Verpflegung mitnehmen und Pausen machen
Geocaching kann bereits nach wenigen Kilometern sehr anstrengend werden. Daher sollte man sich selbst und seinem Hund stets etwas Verpflegung mitnehmen und Pausen einlegen. Denken Sie hierbei bitte insbesondere an frisches Wasser für Ihren Hund! 
Möglicherweise können sie vorab bereits herausfinden, ob es auf ihrer geplanten Route Gaststätten oder Restaurants gibt und ob dort Hunde erlaubt sind.

Rudelcheck auf Zecken
Geocachen führt durchaus ins Grüne, wo sich auch Zecken gern tummeln. Daher empfielt sich für Hund und Herrchen im Anschluss eine grundliche Prüfung auf Zecken. Im Internet gibt eine Menge Produkte, die bei Menschen und Hunden präventiv gegen Zeckenbisse schützen können.

Wir wünschen viel Spaß beim Geocaching!

 

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